Mo

26

Jul

2010

Gemeinsam Lesen: Seid heilig! (IV)

KAPITEL 3: HEILIGKEIT (S. 81-102)

KAPITEL 2: HEILIGUNG (S. 57-80)

Nachdem wir uns letzte Woche mit dem Thema der „Heiligung“ beschäftigt haben, kommt nun die „Heiligkeit“. Hier besteht ein wesentlicher Unterschied. Doch nähern wir uns dem Thema von Grund auf.

 

ZUSAMMENFASSUNG

Ryle stellt sofort klar:

 

„Es geht um das Thema praktische Heiligkeit“ (S. 81)

 

Als Leitvers zu diesem Kapitel wählte J.C. Ryle Hebräer 12, 14

 

„Heiligung, ohne die niemand der Herrn sehen wird.“

 

„Es ist eine ernste Sache, wenn das Wort Gottes sagt, ohne Heiligung wird niemand den Herrn sehen“ (S. 81)

 

Um uns ein umfassendes Bild von praktischer und biblisch wahrhaftiger Heiligkeit zu geben, hat Ryle dieses überaus wichtige Kapitel (einer der Hauptkapitel dieses Buches) in drei Abschnitte geteilt. Wie wir es gewohnt sind, geht Ryle sehr strukturiert und klar vor. Der erste Abschnitt, ist mit „Das Wesen wahrer praktischer Heiligkeit“ überschrieben. Im folgenden führt Ryle zwölf Punkte an, die für Ihn die biblische Sicht, praktischer Heiligkeit ausmachen. Er stellt jedoch vorher klar, dass

 

„Diese Frage ... schwer zu beantworten“ (S. 82)

 

ist. Und fügt gleich an:

 

„Doch lassen Sie mich versuchen, ein Bild von der Heiligkeit zu zeichnen, damit wir sie klar vor unserem geistigen Auge sehen.“ (S. 82)

 

Ich werde nicht alle zwölf Punkte ausführlich anführen, obgleich alle gleich wichtig sind und nötig sind um sich einen vollständigen Eindruck der praktischen Heiligkeit zu verschaffen. Doch alle die mitlesen, haben ja das Buch vorliegen, mich würde interessieren welche der Punkte für euch besonders wichtig sind.

 

„ 1. Heiligkeit ist die Gewohnheit, mit Gott eines Sinnes zu sein, ...

2. Ein heiliger Mensch wird sich bemühen, jede bekannte Sünde zu vermeiden und jedes bekannte Gebot zu halten. ... (S. 82)

3. Ein heiliger Mensch wird danach streben, wie unser Herr Jesus Christus zu sein. ...

4. Ein heiliger Mensch wird nach Sanftmut, Langmut, Freundlichkeit, Geduld, Güte und der Beherrschung seiner Zunge streben. ... (S. 83)

5. Ein heiliger Mensch wird sich um Enthaltsamkeit und Selbstverleugnung bemühen. ...

6. Ein heiliger Mensch wird nach Nächstenliebe und herzlicher Bruderliebe streben. ...

7. Ein heiliger Mensch wird nach einem Geist der Barmherzigkeit und des Wohlwollens anderen gegenüber streben. ... Er wird sich nicht damit zufrieden geben niemanden zu schaden, sondern er wird versuchen, Gutes zu tun. ...

8. Ein heiliger Mensch wird nach Reinheit des Herzens streben. ... (S. 84)

9. Ein heiliger Mensch wird der Gottesfurcht nachjagen. ...

10. Ein heiliger Mensch wird nach Demut streben. ... Er wird in seinem Herzen mehr Böses entdecken als bei irgendjemanden sonst in der Welt. ...

11. Ein heiliger Mensch wird versuchen, in allen Pflichten und Angelegenheiten des Lebens treu zu sein. ... (S. 85)

12. ...ein heiliger Mensch (wird) nach einer geistlichen Gesinnung streben. ... Er wird die alltäglichen des jetzigen Lebens nicht vernachlässigen. ... Er wird die Gemeinschaft mit Gott pflegen im Gebet, im Lesen der Bibel und in der Gemeinschaft seines Volkes... (S. 86)"

 

Weiterhin erklärt Ryle:

 

„Das sind die Hauptmerkmale eines heiligen Menschen“ (S. 86)

 

Ich muss zugeben, dass mein Leben verglichen mit dieser überaus richtigen und biblisch fundierten Definition der Heiligkeit, kaum zu beschreiben ist. Diese Beschreibung hat mich tief getroffen und ich fühle mich zutiefst unwürdig überhaupt über dieses Thema zu schreiben. Möge der Herr Gnade schenken, dass ich nicht verwerflich werde und diese Merkmale mehr und mehr in meinem Leben zur Ausführung kommen. Die brennende Frage ist für mich, ob ich wirklich diese Not sehe, dieses Verlangen habe, wie es Ryle im folgenden beschreibt:

 

„Es ist die größte Not eines heiligen Menschen, dass er einen todverfallenen Leib mit sich herumträgt; dass ihm oft, wenn er das Gute tun möchte, „das Böse anhängt““ (S. 86)

 

„Heiligung ist ein fortschreitendes Werk.“ (S. 87)

 

Der Autor ist alles andere als ein „geistlicher“ Idealist oder Träumer, einer der sagt man müsse warten bis Gott letztlich eingreift. Ryles große Stärke ist es, dass er geistliche Dinge immer auch ganz praktisch anwendet und sich dessen bewusst ist, wie „schwer“ ein Weg in Heiligkeit ist. Er appelliert eindringlich dafür unsere Errettung und Rechtfertigung durch Taten die der Heiligkeit würdig sind, zu beweisen. Und so sind seine ermahnenden Worte, sehr ernst für mich:

 

„Doch bei aller Nachsicht kann ich nicht erkennen, wie es ein Mensch verdienen soll, „heilig“ genannt zu werden, der vorsätzlich in Sünde lebt und sich nicht deshalb demütigt und schämt. Ich wage nicht, jemanden „heilig“ zu nennen, der es sich zur Angewohnheit macht, erkannte Pflichten willentlich zu vernachlässigen, und willentlich Dinge tut, von denen er weiß, dass Gott geboten hat, sie nicht zu tun.“ (S. 88)

 

Im zweiten Abschnitt, geht Ryle auf „Die Wichtigkeit der praktischen Heiligkeit“ ein. Auch hier geht er sehr systematisch und geordnet vor und teilt uns acht Punkte mit, die uns die Wichtigkeit dieses Themas klarmachen wollen. Der dritte Punkt, ist für mich besonders eindrucksvoll:

 

„Wir müssen heilig sein, weil das der einzige zuverlässige Beweis dafür ist, dass wir den rettenden Glauben an unseren Herrn Jesus Christus haben. ... Der einzig sichere Beweis, dass wir in Christus sind und Christus in uns, ist ein heiliges Leben. ... Unsere Herzen müssen kalt sein, wenn wir die Sünde nicht hassen und uns bemühen, sie loszuwerden, selbst wenn wir dafür die rechte Hand abhauen und unser rechtes Auge ausreißen müssten.“ (S. 90.91)

 

Wie ernst und wichtig ist es, im täglichen Leben heilig zu sein. Ryle lässt keine Gelegenheit aus, dass fehlende, praktisch ausgelebte Heiligkeit bei Christen, einen großen Schaden anrichten,

 

„Ich glaube, dass durch unheilige und unbeständige Christen weitaus mehr Schaden entsteht, als wir überhaupt wahrnehmen können. Solche Menschen gehören zu den besten Verbündeten Satans. Durch ihr Leben reißen sie nieder, was die Verkündiger mit ihren Lippen aufbauen. Sie sorgen dafür, dass sich die Wagenräder des Evangeliums schwerer drehen. Sie liefern den Kindern dieser Welt nie endende Entschuldigungen dafür, dass sie so bleiben, wie sie sind.“ (S. 92)

 

Dieser zweite Abschnitt ist insgesamt ein sehr wichtiger, aufschlussreicher und notweniger im Anbetracht der praktischen Heiligkeit. Wie gewohnt wendet sich Ryle zum Ende eines Kapitels zur praktischen Anwendung der biblischen Lehre. So auch hier.

 

„Ich frage nicht, ob Sie ihre Gemeinde regelmäßig besuchen, ob Sie getauft sind, am Abendmahl teilnehmen oder ob Sie sich als Christ bezeichnen. Meine Frage geht weiter darüber hinaus: Sind Sie heilig, oder sind Sie es nicht?

Ich frage nicht, ob Sie gern aus dem Leben heiliger Menschen lesen und über Heiliges reden, ob Sie fromme Bücher auf dem Tisch liegen haben, ob Sie glauben, heilig zu sein, und ob Sie hoffen, eines Tages heilig zu sein. Meine Frage geht tiefer: Sind Sie selbst genau am heutigen Tag heilig, oder sind Sie es nicht?“ (S. 95)

 

„Erzählen Sie mir nichts von Ihrer Rechtfertigung, wenn Sie nicht auch einige Merkmale der Heiligung aufweisen.“ (S. 98)

 

„Glaube und Tun sind Blutsbrüder.“ (Zitat von Rutherford; S. 98)

 

Zum Ende dieses eindringlichen Abschnitts und Kapitels macht uns der Bischof von Liverpool darauf aufmerksam, dass wir uns nicht mit unserer Unfähigkeit entschuldigen sollten und uns nicht in falscher Demut hingeben dürfen.

 

„...Leute..., deren ganzer Glaube darin zu bestehen scheint, sich über ihr eigene Verdorbenheit zu beklagen und jedem zu sagen, sie könnten nichts aus sich selbst heraus tun. ... Ich weiß, es gibt Stellen in der Schrift, die zu solchen Klagen berechtigen. Aber ich mag solche Klagen übehaupt nicht, wenn ich Grund zur Annahme habe – wie es oft der Fall ist -, dass sie nur ein Deckmantel sind, um geistliche Faulheit zuzudecken, und eine Entschuldigung für geistliche Faulheit“ (S. 98.99)

 

FAZIT

Dieses Kapitel hat mich zutiefst angesprochen und mich auf meine fehlende praktische Heiligkeit mit all Ihrem Ernst und Konsequenzen hingewiesen. Wie ernst ist es doch in Heiligkeit zu leben. Ohne Sie werden wir Christus nicht schauen. Das Kapitel hat mich auch gelehrt, dass wir viel zu schnell von wahrem Glauben und Rechtfertigung reden, ohne jemals auf die Heiligkeit zu schauen. Ryle macht zu recht klar, dass eine scheinbare Heiligkeit, dargebracht im Gottesdienst und „heilige Reden“ niemals echten Glauben charakterisieren. Welch ernstes Kapitel von ungeheurer Wichtigkeit. Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass jeder Christ dieses Kapitel mindestens einmal gelesen haben sollte.

 

NÄCHSTE WOCHE

Bitte nimm dir für nächste Woche Kapitel 4: Der Kampf (S. 103-123) vor.

 

DEIN PART

Das Ziel der Serie "Gemeinsam Lesen" ist, bibeltreue Literatur gemeinsam zu lesen und zu besprechen. Wenn du mitlesen möchtest, kannst du dies gerne tuen und dabei deine Meinung und/oder Fragen loswerden. Fühl dich also frei, den Kommentarbereich zu gebrauchen. Vielen Dank fürs mitmachen. Möge der Herr dadurch verherrlicht werden.

 

DAS BUCH

Infos zum Buch der aktuellen Serie und eine Möglichkeit es zu erwerben findest du hier.

 

ARTIKEL AUS DER SERIE

Gemeinsam Lesen: Seid heilig (III)

Gemeinsam Lesen. Seid heilig! (II)

Gemeinsam Lesen: Seid heilig! (I)

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11 Kommentare

  • #1

    Anna (Dienstag, 27 Juli 2010 17:53)

    Hallo zusammen,
    ich kann zwischen dem Kapitel „Heiligung“ und „Heiligkeit“ keinen wesentlichen Unterschied erkennen. Für mich sieht es so aus, als ob ersteres ein Prozess ist, letzteres ein Zustand.
    Ryle bezieht sich ja in Seite 77 unter „Praktische Überlegungen“ im Kapitel „Heiligung“ eben auch auf den Eingangsvers hier, Hebräer 12, 14.
    Dabei ist mir hier noch nicht richtig ersichtlich, ob nun der Zustand den Anfang macht und der Wandel entsprechend des Zustandes geschieht – oder ob der Weg (Wandel) zu einem bestimmten Zustand führt – oder …

    Auf alle Fälle haben wir hier eine Sammlung von „wird sein“ und „müssen sein“.
    Und in den Begründungen hätte ich mir mehr „Gottzentriertheit“ gewünscht, aber Ryle schreibt ja auch hier:
    „Aber lassen Sie uns nie vergessen, dass meine Beschreibung, selbst wenn ich alles sage, bestenfalls ein dürftiger, unvollständiger Umriss ist:“ (S. 82)

    Auch in diesem Kapitel stimme ich nicht mit allen theologischen Formulierungen überein.
    Zitate aus diesem Buch veranschaulichen also nicht in jedem Fall meine Ansicht.
    Es geht Ryle um einen Wandel in allen Alltagsgeschäften, der dem Bekenntnis zu Christus würdig ist. Es geht ihm um eine Übereinstimmung zwischen Glauben und Tat, zwischen sozusagen unsichtbaren Gegebenheiten und sichtbaren Folgen.
    Deswegen denke ich, dass das Wesentliche gut in dem ersten Punkt zusammengefasst werden kann:
    „Heiligkeit ist die Gewohnheit, mit Gott eines Sinnes zu sein, …“ (S. 82)

    Daraus resultiert sein Streben, seine Urteile, seine Selbsterkenntnis …
    Dazu muss man sich eigentlich gar nicht anstrengen. Jeder, der lebendigen Glauben hat, der wird sich der Natur dieses Glaubens gemäß im „Nachjagen“ und „Streben“ finden.
    Und hier zitiere ich mal aus dem Buch von B. Kaiser: „Allein Christus“, Betanien:
    „Weil Heiligung eine Frucht des Glaubens ist, ist die erste Frage nicht die, was der Christ zu tun habe. Die vorrangige Frage ist vielmehr die nach den Grundüberzeugungen, die der Christ hat, also die Frage nach der rechten Erkenntnis. Wenn diese Grundannahmen stimmen, wenn diese dem Evangelium gemäß sind, dann stimmt auch der Lebensstil.“ (Heiligung ist ein Empfangen Christi durch den Glauben, S. 112)
    B. Kaiser verweist bspw. auf Römer 6, 1 – 2 und ich möchte exemplarisch noch auf den Jakobusbrief verweisen, in dem Jakobus den Glauben (also Inhalte) in Beziehung zum Umgang in einer Gemeinde setzt, Jakobus 2, 1 ff.
    Biblische Unterweisung ersetzt nicht Werke durch andere Werke, sondern arbeitet mit Überzeugungen, die dann konform Ausdruck finden sollen.
    Bei Ryle klingt es auch immer dann an, wenn er den Blick auf Christus lenkt.

    Wenn wir bedenken, dass Gedanken, Worte und Taten aus dem „Herzen“ hervorgehen, dann wird doch klar, dass ein bloßes äußerliches Ersetzen von bösen Taten durch gute – keine dauerhafte Lösung schafft, wenn dies auch erst einmal schnell und schön nach außen sichtbar wird.
    Und hier mangelt es mir in diesem Kapitel.
    Wie wird man denn nun so, wie hier beschrieben? Die Antwort, „dämpfe nicht den Heiligen Geist“, „jage nach“, „strebe“, „gehe zu Christus“, „bleibe in Christus“ … sind doch sehr mysteriös und wie soll man das praktisch umsetzen?
    Manchmal wird es angedeutet, oft stehen diese Anweisungen einfach so da.
    Ich habe das Vorwort Packers und seine Begeisterung nicht vergessen.
    Dies Ganze muss einen Grund haben und das Buch ist noch lang.
    Nach diesem Kapitel und dem vorangegangenen bin ich aber nicht wirklich weiter gekommen und auch das „Besondere“ in diesen Ausführungen im Vergleich zu anderen Büchern kommt mir nicht wirklich raus.
    Bisher nehme ich mir mit: „beurteile deinen sichtbaren Wandel“, „lass deinen sichtbaren Wandel durch andere beurteilen“, „streng dich an einen würdigen Wandel zu zeigen, denn sonst bist du nicht wiedergeboren“ ….
    Irgendwie drehe ich mich hier laufend um mich selbst (in mich hinein hören, fühlen …) bzw. andere müssen sich dann ständig mit meiner Beurteilung befassen. Obwohl dieses „ohne Christus könnt ihr nichts tun“ oder „Christus ist die Wurzel“ oder „das Ergebnis einer lebendigen Einheit mit ihm“ schon anklingen bleibt eine Ausrichtung auf mein Inneres, meine Werke, mein … bestehen.

    Aber das Buch ist ja noch lange nicht zu Ende!

    Anna

  • #2

    Anna (Mittwoch, 28 Juli 2010 18:35)

    Einen Nachtrag möchte ich doch noch machen.

    Vielleicht werfen folgende drei Zitate auch noch einmal Licht auf das Anliegen und die Art der Abhandlung.
    Zumindest mir helfen sie diese langen und ausgiebigen Selbstbespiegelungen besser einzuordnen.
    Ich vermute, dass es Ryle in seinen Ausführungen genau um diese Sachverhalte geht, wenn ich mich an sein eigenes Vorwort erinnere und die bisherigen Inhalte anschaue.
    Dabei ist es jetzt gar nicht wichtig, ob man dem zustimmt oder nicht – aber einen Ryle kann ich auf diese Weise besser verstehen.

    A. W. Pink (1886 – 1952) lebte später als Ryle.
    Im Buch „Was ist rettender Glaube?“, A. W. Pink, Betanien findet man im Kapitel 14 (Heilsgewissheit: Wie sie erlangt wird):

    „Die Natur der Heilsgewissheit ist daher die gut begründete Erkenntnis, dass ich ein Kind Gottes bin. Die Grundlage dafür ist die eindeutige Übereinstimmung zwischen meinem Charakter, meiner Erfahrung und meines Lebens damit, wie das Wort Gottes den Charakter, die Erfahrungen und das Leben der Kinder Gottes beschreibt. Erlangt wird Heilsgewissheit daher durch eine aufrichtige Selbstprüfung und einen ehrlichen Vergleich zwischen mir und den biblischen Kennzeichen der Kinder Gottes.“ (S. 142)

    „Viele werden von diesem gesunden Werk abgehalten durch das schlechte Vorbild so vieler, die heute den Namen Christi tragen. Nicht wenige argumentieren, wenn sie einen solchen Christen kennen: Wenn er, der so weltlich ist, so von der „Lust des Fleisches, der Lust der Augen und dem Hochmut des Lebens“ geleitet ist (und er schon so lange Christ ist und die Bibel viel besser kennt als ich) – wenn er sicher ist, dass er auf dem Weg zum Himmel ist -, warum sollte ich mir dann Sorgen machen?“(S. 144)

    „Zusammenfassend können wir sagen: Der Heilige Geist bezeugt zusammen mit unserem Geist, dass wir Kinder Gottes sind, indem er uns befähigt, im Licht der Bibel die Auswirkungen und Früchte seines übernatürlichen Wirkens in uns zu erkennen. Das Verlangen des erneuerten Herzens nach Heiligkeit, das Streben nach einer vermehrten Umgestaltung in das Bild Jesu und der Kampf gegen die Sünde sind alle von ihm inspiriert. … Dadurch zeigt er uns eine echte Übereinstimmung zwischen unserer Erfahrung und der offenbarten Wahrheit. „Hieran erkennen wir, dass wir in ihm bleiben und er in uns, dass er uns von seinem Geist gegeben hat. (1. Joh. 4, 13)“ (S. 149)

    Anna

  • JimdoPro
    #3

    mymission (Mittwoch, 28 Juli 2010 22:44)

    Ich denke dass Ryles "Gedankengänge" deshalb im ersten Moment ein wenig "ungewöhnlich" wirken, weil wir uns im allgemeinen evangalikalen Umfeld zu sehr vom biblischen Begriff der Heiligung bzw. Heiligkeit entfernt haben.

    Ich denke, dass Ryle mit Heiligkeit unseren Stand charakterisiert der durch eine immer stärkere Heiligung bestätigt wird.

    In einer echten (und ungeheuchelten) Heiligung zu leben, bedeutet für Ihn die Heiligkeit zu bestätigen. DEnn wir sind ja heilig im Herrn, sofern wir wirklich mit Christus identifiziert sind.

    Wenn wir 1. Johannes oder Jakobus lesen, wird uns klar (und die betreffenden Stellen lassen keinen Spielraum) wie sehr durch die Werke unsere Heiligkeit bestätigt bzw. bewiesen werden sollte.

    RAdikal für Christus - Radikal in CHristus...das sind die Dinge die uns immer fremder werden...beu Zeiten werde ich (womögloch im nächsten Gemeinsam Lesen (V)...nochmals kurz auf Heiligung, Heiligkeit etc. eingehen...

    Für mich jedenfalls waren Ryles Kapitel über diese Dinge mehr als einleuchtend, obgleich ich Annas "Bedenken" gut nachvollziehen kann...

    im Herrn
    Peter

  • #4

    Anna (Donnerstag, 29 Juli 2010 20:38)

    Hallo Peter,
    ich weiß nicht – ob ich das Kapitel „Heiligung“ von Ryle, das letztlich dem Kapitel „Heiligkeit“ vorangeht, so falsch verstehe. Auf deine nochmalige Bezugnahme bin ich gespannt.
    Aber mich beschäftigen diese beiden Kapitel nun schon lange und ich kann zu keiner anderen Ansicht kommen.
    Deswegen auch die längeren Beiträge, die ich nun wieder in zwei teilen muss. Ich weiß wirklich nicht, wo meine Interpretation des Gesagten daneben liegen könnte. Mit anderen Worten ich muss wissen, wie ich weiter lesen soll und worauf ich mehr achten muss – um keine Falschaussagen zu machen.
    Wieso kommen wir hier zu so unterschiedlichen Statements?

    Zuerst stelle ich mal einige relevante Zitate von Ryle zusammen:

    „Diese drei sind Rechtfertigung, Wiedergeburt und Heiligung. Alle drei treffen bei jedem Kind Gottes zusammen: … Jemand, bei dem eins dieser drei fehlt, ist aus Gottes Sicht kein wahrer Christ, …“ (S. 57)

    „Heiligung ist das inwendige geistliche Werk, das der Herr Jesus Christus durch den Heiligen Geist in einem Menschen vollbringt, …“ (S. 58)

    „ … dass Christus die gläubigen Menschen nicht weniger heiligt, als er sie rechtfertigt.“ (S. 59)

    „Heiligung ist dann die unveränderliche Folge der lebendigen Einheit mit Christus, die der wahre Glaube dem Christen gibt.“ (S. 59)

    „… Heiligung eine Folge und untrennbare Konsequenz der Wiedergeburt.“ (S. 60)

    „ … Heiligung ist wiederum der einzig sichere Beweis der Innewohnung des Heiligen Geistes, die für das Heil absolut nötig ist.“ (S. 60)

    „ … Heiligung etwas, das immer gesehen wird.“ (S. 61)

    „Ein Mensch kann in der Heiligung von einer Stufe zur anderen hinaufklettern und in einer Zeitspanne seines Lebens weitaus geheiligter sein als in einer anderen. … Mehr geheiligt kann er gewiss sein, weil jede gute Eigenschaft seines neuen Wesens gestärkt, erweitert und vertieft werden kann.“ (S. 63)

    „Heiligung kann zwar den Menschen nicht rechtfertigen, aber sie gefällt Gott.“ (S. 65)

    „Wer gerechtfertigt ist, ist immer auch geheiligt, und wer geheiligt ist, ist immer auch gerechtfertigt. …
    Beide beginnen zur selben Zeit. In dem Augenblick, wo eine Person gerechtfertigt ist, ist sie auch geheiligt. …
    Beide sind gleichermaßen heilsnotwendig.“ (S. 75)

    „Rechtfertigung heißt, jemanden um eines anderen willen für gerecht zu erklären und zu halten, nämlich um des Herrn Jesus Christus willen. Heiligung heißt, einen Menschen nun tatsächlich innerlich gerecht zu machen, wenn auch vielleicht in einem sehr schwachen Maße.“ (S. 75)
    „Die Gerechtigkeit, die wir durch unsere Rechtfertigung besitzen, ist nicht unsere eigene, …
    Die Gerechtigkeit, wie wir durch die Heiligung haben, ist unsere eigene Gerechtigkeit, vom Heiligen Geist verliehen, ….
    In der Heiligung sind unsere eigenen Werke äußerst wichtig, …“ (S. 76)
    „Die Heiligung nimmt besonderen Bezug auf unseren Charakter und auf die moralische Erneuerung unseres Herzens.“(S. 76)

    „Ohne Heiligung wird niemand den Herrn sehen; ohne Heiligung gibt es kein Heil (Hebr. 12, 14). Wie viel Frömmigkeit gibt es demnach, die völlig nutzlos ist! …
    unseren eigenen Zustand ehrlich beurteilen und niemals ruhen, bis wir spüren und wissen, dass wir selbst „geheiligt“ sind.“ (S. 77)


    Liebe Grüße Anna.

  • #5

    Anna (Donnerstag, 29 Juli 2010 20:40)

    Ich muss doch beim Lesen zwei Dinge beachten:
    Das Eine ist, wie ich die Sätze verstehe und das Andere ist aber, wie der Autor sie meint.
    Verstehe ich diese Sätze so, wie der Autor sie meint – oder so wie ich sie für mich verstehen würde?

    Diese Zitate stehen doch nun aber in dem Kapitel „Heiligung“ drin.
    Es ist doch eindeutig, dass das Heil hier auf zwei Komponenten verlagert wird – die eine ist außerhalb des Menschen, die andere wird im Menschen hergestellt.
    Es ist nicht zu leugnen, dass hier die Werke und der Charakter zu heilsnotwendigen Dingen erklärt werden. Das Heil ist also nicht fertig, nicht vollbracht bis …
    Daran ändert auch die Aussage, wen Christus rechtfertigt, den heiligt er auch, nicht das Geringste.
    Wenn ich mir Johannes 17, 19 und 1. Kor. 1, 30 anschaue, dann komme ich doch nicht auf den Gedanken, dass der Christus, der mir von Gott zur Gerechtigkeit gemacht ist ein anderer ist als der von Gott mir zu Heiligung gemachte.
    Wenn ich das Alles empfangen muss, dann komme ich doch nicht auf die Idee, dass sich ausgerechnet die Heiligung in dieser Aufzählung in mir entwickeln muss oder in mir vollendet wird.
    Die Frage kann doch dann nur lauten: Wie empfange ich Christus? Was muss ich mir unter „Christus empfangen“ vorstellen, wie geht das?

    Also ich teile diese Ansichten nicht und ich finde sie auch in sich nicht schlüssig.
    B. Kaiser, Allein Christus, Betanien:
    „Die Schrift bezeugt, wie wir sehen werden, dass wir in Christus auch geheiligt sind. Dieser Sachverhalt wird heute sehr häufig falsch verstanden. Man kann von namenhaften evangelikalen Konferenzrednern und Buchautoren illustre Gedanken über Heiligung vermittelt bekommen, die mit keiner Silbe auf diesen Sachverhalt der vollkommenen Heiligung in Christus Bezug nehmen. … Heiligung ist hier nicht verstanden als Zueignung dessen, was Christus durch seinen Tod und seine Auferstehung geschaffen hat, sondern als die geistliche Verbesserung des Menschen. Natürlich hat die biblische Heiligung etwas damit zu tun, aber der Kardinalfehler bei dieser Sicht der Heiligung ist der fehlende Bezug zu Jesus Christus. Deshalb möchte ich zunächst aufzeigen, dass die Heiligung in Christus geschehen ist. Im fünften Kapitel dieses Buches werde ich dann von der Heiligung sprechen als einem Empfangen Christi „durch den Glauben“.“ (S. 29)

    und hier noch eine andere frei zugängliche Quelle zum Nachdenken:
    http://www.begowl.de/artikel/Christusaehnlichkeit.pdf

    Liebe Grüße Anna

    PS: Wenn du Ryle in seiner Auslegung der Schrift oder in seinen Predigten näher kennst – vielleicht müssen dann mal zusätzliche Aussagen von ihm selbst hier Licht bringen.

  • JimdoPro
    #6

    mymission (Freitag, 30 Juli 2010 11:27)

    Hallo Anna,
    ich werde deine Sicht und die Buchkapitel noch mal genauer studieren und dann eine umfassende Antwort darauf geben (wahrscheinlich in einem separaten Post).

    Grundsätzlich möchte ich an dieser Stelle aber folgendes erwähnen:

    Ich kenne Kaisers Buch. Als ich es damals gelesen habe, musste ich mit vielem nicht einverstanden sein, was er schreibt. Mir scheint dass Kaiser zuviel auf ein theologisches Gebäude, denn auf der Schrift baut.

    Wir sind hier in der klassischen "Lordship Salvation"-Kontroverse angelangt. Natürlich sind Werke absolut nicht unserem Heil zuträglich. In keiner Weise werden wir durch Werke gerechtfertigt oder geheiligt.

    Ryle unterscheidet hier im groben zwei Dinge:

    1. Rechtfertigung (Gerechtigkeit) durch Christus (heilig in Christus)
    2. Gerechtigkeit (moralisch) durch Heiligung (die durch den heiligen Geist gewirkt wird)

    Das erstere steht fest und ist bei einer echten Wiedergeburt für die Errettung GENÜGEND.
    Aber, ...und das möchte Ryle sehr deutlich machen,...der zweite Fall muss eintreten, damit dass erstere als Realität anerkannt werden kann.

    Ich steh in der Verantwortung, diese Frage ausführlich zu beantworten und werde bald eine ausführliche Antwort posten.

  • #7

    Simon (Sonntag, 01 August 2010 14:38)

    Ich habe das Buch von Ryle inzwischen auch zu Hause und angefangen zu lesen, bin aber noch nicht so weit wie ihr jetzt hier seid. Aber das Thema, um das es geht, ist ein ganz und gar nicht einfaches und ich frage mich, so wie Ryle das Buch aufzubauen scheint, ob das ganz gut gelöst ist. Aber da ich noch ziemlich am Anfang des Buches bin, kann ich natürlich wenig sagen.

    Was ich ungünstig finde, ist, dass Ryle Heiligung / Heiligkeit erklärt, ohne eigentlich genau darzulegen, was denn Rechtfertigung ist, was Glaube ist, was Gnade ist, was Sühnung ist etc. ( zumindest von dem her, was ich bisher gelesen habe )

    Unser Glaube sollte auf Christus basieren, auf dem Werk, das er am Kreuz vollbracht hat. Und damit haben wir gar nichts zu tun. Es war Christus allein am Kreuz. Die Sühnung wurde durch ihn allein erwirkt. Und wenn er unsere Sünden getragen hat, dann hat er sie getragen. Dann ist bezahlt. Ich kann nicht erkennen, dass das rückgängig gemacht werden könnte.

    ( Ich bin wohl ins ( im weitesten Sinne ) reformierte Lager gewechselt, weil für mich die arminianische Auffassung von Sühnung keinen Sinn machte.

    Jesus starb für uns! ( Römer 5, 8 ) Und daran glauben wir als Christen. Da liegt unsere Hoffnung.

    Werke können diesen Glauben bestenfalls demonstrieren, aber diese Werke sind immer in einem Sinne unvollkommen, weil ich selbst als Christ immer noch sündige. Ich fand mal jenen Gedanken interessant:

    http://lannopez.wordpress.com/2010/02/02/gerecht-in-ihm/

    "[...]
    Es gab nie auch nur einen Moment in deinem Leben, sowohl als Heide als auch als Christ, in dem du Gott so liebtest, wie er geliebt werden sollte.

    Eines Tages fragte mich jemand: “Was ist die größte Sünde?”

    Ich sagte: “Darüber habe ich noch nie nachgedacht. Ich schätze, da muss ich einmal darüber nachdenken.” Ich dachte für einen Moment drüber nach und sagte: “Ich denke, die größte Sünde ist die, das größte Gebot zu brechen. Und das größte Gebot ist, den Herrn deinen Gott zu lieben, von ganzem Herzen, mit ganzem Denken und ganzer Kraft”.

    Ich bin heute hier, euch zu sagen, dass ihr das niemals auch nur einen Moment geschafft hättet.
    [...]

    In dem Moment, in dem eine Person dem Evangelium glaubt, da wird sie nicht zu einem gerechten Wesen. Es ist also nicht so, dass im Moment, in dem eine Person glaubt, ihre ganze Person, ihr ganzes Wesen in einer Weise transformiert wird, dass sie vollkommen gerecht wird als ein Wesen, das niemals wieder sündigt. So etwas kennt die Bibel nicht. Wir bekommen nicht eine besondere Gnade einverleibt, die uns über Sünde völlig erhaben macht. Im Moment, in dem du dich bekehrt hast, bist du nicht zu einem gerechten Wesen geworden und ich kann es beweisen: Du sündigst immer noch.
    [...]"

    ---

    Jedenfalls fehlt mir das ein wenig ( bisher im Buch ) , weil die Basis für meinen Glauben sind nicht die "Früchte / Werke / Dinge", die ich vollbringe, darauf kann ich ich ja keine Hoffnung setzen, ( man denke an den Galaterbrief *1 ) sondern Jesu Erlösungswerk, das die Ursache für all mein Handeln und Tun als Christ ist. Ich glaube aber auch, was in Titus 2 ab 11 steht.

    *1=

    Das Gesetz aber lautet nicht: «Aus Glauben», sondern: «WER ES TUT, WIRD DADURCH LEBEN ». Christus hat uns losgekauft von dem Fluche des Gesetzes, indem er ein Fluch für uns wurde; denn es steht geschrieben:

    «Verflucht ist jeder, der am Holze hängt»,
    ( Galater 3, 12-13 )

    Daß aber im Gesetz niemand vor Gott gerechtfertigt wird, ist offenbar; denn «DER GERECHTE WIRD AUS GLAUBEN LEBEN.»
    ( Galater 3, 11 )

  • #8

    Simon (Sonntag, 01 August 2010 15:02)

    Noch mal

    Ich hab gerade das Buch aufgeschlagen, wo ich stehen geblieben war ( gegen Ende Kapitel 2 ) da wird schon auf die Thematik "Rechtfertigung / Heiligung" eingegangen, aber schwer zu sagen, ob das "ausführlich genug" ist.

    Wie man manches Buch liest / auffasst, wird oft auch schwer vom Vorständnis geprägt, bestes Beispiel ist unser Umgang mit der Schrift. Viele abweichende Ansichten gibt es einfach, weil wir die Schrift mit unterschiedlichem Vorverständnis lesen. Wir müssen letztlich immer wieder hinterfragen, ob unser Vorverständnis korrekt ist und es immer wieder von der Schrift selbst korrigieren lassen. Ist ein langer, aber eigentlich unumgänglicher Prozess.

    LG

    Simon

  • #9

    Simon (Sonntag, 01 August 2010 15:22)

    Noch ein dritter Beitrag. Hab noch mal einen Blick ins Inhaltsverzeichnis geworfen, das sieht sehr vielversprechend bezogen darauf aus, dass er zur Thematik noch einiges sagen wird, Kapitel 7 "Heilsgewissheit" oder Kapitel 12, "Der Herr der Wellen" oder Kapitel 16 "ohne Christus" schauen interessant aus.

    nocheinmals LG

    Simon

    PS: Also in sofern eine gute Entscheidung, erst mal zu lesen, was er insgesamt in dem Buch sagt.

  • #10

    Susanne (Montag, 09 August 2010 21:25)

    Hallo zusammen,
    Ich weiß nicht, ob dies noch jemand lesen wird, aber ich will ganz kurz auf Anna eingehen (und Simon). Ich habe die Kapitel ganz anders gelesen als ihr und finde, Peter hat das in #6 gut zusammengefasst.
    Ich denke, dass Ryle hier keinen Glaubensgrundkurs schreibt (so wie Paulus den Römerbrief). Dann wäre das Buch nämlich so aufgebaut, wie Simon es vorschlägt. Ryle schreibt mit ähnlicher Motivation wie Jakobus damals - und daher kann man sich auch (wie einst Luther)als "Calvinist" daran stoßen, dass so "wenig" von Gnade die Rede ist. In Wirklichkeit will er die Gnade ganz und gar nicht minimieren oder gar Werke betonen. Sondern er antwortet den irregeleiteten Menschen, die wegen der "Heiligungsbewegung" sich über alles erhaben fühlen, während sie tief in der Sünde stecken. Und er sagt in diesem Kapitel auch nichts anderes als Jakobus:
    "Glaube ohne Werke ist tot."
    "es reicht nicht, nur auf die Botschaft zu hören - ihr müsst auch danach handeln! Sonst betrügt ihr euch nur selbst."
    "Nun könnte jemand sagen: »Manche Menschen haben Glauben; andere vollbringen gute Taten.« Dem antworte ich: »Ich kann deinen Glauben nicht sehen, wenn du keine guten Taten vollbringst; aber ich kann dir durch mein Handeln meinen Glauben zeigen." usw usf

    Und letztlich ist das genau das, was Jesus meinte, als er sagte: An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen!"
    oder, um auf Annas Frage einzugehen:("Dabei ist mir hier noch nicht richtig ersichtlich, ob nun der Zustand den Anfang macht und der Wandel entsprechend des Zustandes geschieht ") - er meint letzteres. Unser Zustand führt zu den Werken, die Werke sind Beweis des Zustandes (können ihn aber weder herbeiführen noch ergänzen.)

    Liebe Grüße,
    Susanne

  • JimdoPro
    #11

    mymission (Dienstag, 10 August 2010 13:11)

    Vielen Dank für diese wunderbaren Worte, Susanne. Du sprichst mir aus der Seele. Genauso habe ich es gemeint!

    LGPV

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