Do
29
Jul
2010
Around the Blog (29/07/10)
AROUND THE BLOG - Nach längerer Zeit gibt es nun endlich wieder einen "Around the Blog"-Artikel. Was diese Sachen anbelangt bin ich ein bisschen Faul geworden. Mich würde übrigens interessieren, was Ihr über diese Reihe denkt. Soll "Around the Blog" weitergeführt werden? Hilft es euch, oder eher nicht?
PURITANUM RELAUNCH - Gestern habe ich ja bereits den Neustart von Puritanum angekündigt und weise an dieser Stelle nochmals auf diesen lesenswerten Blog von Pastor Michael Wiche hin.
CREATIVE HIOB - Ein kleiner Hinweis in eigener Sache. Auf meiner Designseite findet Ihr regelmäßig neue Arbeiten (Bücher & Logos). Wer sich für solche Dinge interessiert ist gerne willkommen, den einen oder anderen Kommentar zu hinterlassen.
CONNECTED KINGDOM PODCAST mit JUSTIN TAYLOR - Wenn Ihr des englischen mächtig seid und euch in der englischen Blogosphere bewegt, kennt Ihr sicherlich Justin Taylor (Between Two Worlds). In der neuen Folge von Challies Podcast ist er zu Gast. Hörenswert!
Mi
28
Jul
2010
Puritanum.de-Gründer launcht neue Webseite
Michael Wiche war der Mann hinter Puritanum.de. In der reformierten Blogosphäre erfreute sich dieser Blog großer Beliebtheit. Das Blog konnte vor allem durch inhaltsreiche Artikel und ausgewählte Zitate bekannter und unbekannter Puritaner punkten. Durch einen Hackerangriff besteht diese Seite nun leider nicht mehr. Deshalb startete der Blogger Wiche, eine neue Seite: puritanum.wordpress.com. Das Konzept ist ähnlich, folgt aber nun dem Motto "Puritaner auf deutsch". Wir sind gespannt!
Mo
26
Jul
2010
Gemeinsam Lesen: Seid heilig! (IV)
KAPITEL 3: HEILIGKEIT (S. 81-102)
KAPITEL 2: HEILIGUNG (S. 57-80)
Nachdem wir uns letzte Woche mit dem Thema der „Heiligung“ beschäftigt haben, kommt nun die „Heiligkeit“. Hier besteht ein wesentlicher Unterschied. Doch nähern wir uns dem Thema von Grund auf.
ZUSAMMENFASSUNG
Ryle stellt sofort klar:
„Es geht um das Thema praktische Heiligkeit“ (S. 81)
Als Leitvers zu diesem Kapitel wählte J.C. Ryle Hebräer 12, 14
„Heiligung, ohne die niemand der Herrn sehen wird.“
„Es ist eine ernste Sache, wenn das Wort Gottes sagt, ohne Heiligung wird niemand den Herrn sehen“ (S. 81)
Um uns ein umfassendes Bild von praktischer und biblisch wahrhaftiger Heiligkeit zu geben, hat Ryle dieses überaus wichtige Kapitel (einer der Hauptkapitel dieses Buches) in drei Abschnitte geteilt. Wie wir es gewohnt sind, geht Ryle sehr strukturiert und klar vor. Der erste Abschnitt, ist mit „Das Wesen wahrer praktischer Heiligkeit“ überschrieben. Im folgenden führt Ryle zwölf Punkte an, die für Ihn die biblische Sicht, praktischer Heiligkeit ausmachen. Er stellt jedoch vorher klar, dass
„Diese Frage ... schwer zu beantworten“ (S. 82)
ist. Und fügt gleich an:
„Doch lassen Sie mich versuchen, ein Bild von der Heiligkeit zu zeichnen, damit wir sie klar vor unserem geistigen Auge sehen.“ (S. 82)
Ich werde nicht alle zwölf Punkte ausführlich anführen, obgleich alle gleich wichtig sind und nötig sind um sich einen vollständigen Eindruck der praktischen Heiligkeit zu verschaffen. Doch alle die mitlesen, haben ja das Buch vorliegen, mich würde interessieren welche der Punkte für euch besonders wichtig sind.
„ 1. Heiligkeit ist die Gewohnheit, mit Gott eines Sinnes zu sein, ...
2. Ein heiliger Mensch wird sich bemühen, jede bekannte Sünde zu vermeiden und jedes bekannte Gebot zu halten. ... (S. 82)
3. Ein heiliger Mensch wird danach streben, wie unser Herr Jesus Christus zu sein. ...
4. Ein heiliger Mensch wird nach Sanftmut, Langmut, Freundlichkeit, Geduld, Güte und der Beherrschung seiner Zunge streben. ... (S. 83)
5. Ein heiliger Mensch wird sich um Enthaltsamkeit und Selbstverleugnung bemühen. ...
6. Ein heiliger Mensch wird nach Nächstenliebe und herzlicher Bruderliebe streben. ...
7. Ein heiliger Mensch wird nach einem Geist der Barmherzigkeit und des Wohlwollens anderen gegenüber streben. ... Er wird sich nicht damit zufrieden geben niemanden zu schaden, sondern er wird versuchen, Gutes zu tun. ...
8. Ein heiliger Mensch wird nach Reinheit des Herzens streben. ... (S. 84)
9. Ein heiliger Mensch wird der Gottesfurcht nachjagen. ...
10. Ein heiliger Mensch wird nach Demut streben. ... Er wird in seinem Herzen mehr Böses entdecken als bei irgendjemanden sonst in der Welt. ...
11. Ein heiliger Mensch wird versuchen, in allen Pflichten und Angelegenheiten des Lebens treu zu sein. ... (S. 85)
12. ...ein heiliger Mensch (wird) nach einer geistlichen Gesinnung streben. ... Er wird die alltäglichen des jetzigen Lebens nicht vernachlässigen. ... Er wird die Gemeinschaft mit Gott pflegen im Gebet, im Lesen der Bibel und in der Gemeinschaft seines Volkes... (S. 86)"
Weiterhin erklärt Ryle:
„Das sind die Hauptmerkmale eines heiligen Menschen“ (S. 86)
Ich muss zugeben, dass mein Leben verglichen mit dieser überaus richtigen und biblisch fundierten Definition der Heiligkeit, kaum zu beschreiben ist. Diese Beschreibung hat mich tief getroffen und ich fühle mich zutiefst unwürdig überhaupt über dieses Thema zu schreiben. Möge der Herr Gnade schenken, dass ich nicht verwerflich werde und diese Merkmale mehr und mehr in meinem Leben zur Ausführung kommen. Die brennende Frage ist für mich, ob ich wirklich diese Not sehe, dieses Verlangen habe, wie es Ryle im folgenden beschreibt:
„Es ist die größte Not eines heiligen Menschen, dass er einen todverfallenen Leib mit sich herumträgt; dass ihm oft, wenn er das Gute tun möchte, „das Böse anhängt““ (S. 86)
„Heiligung ist ein fortschreitendes Werk.“ (S. 87)
Der Autor ist alles andere als ein „geistlicher“ Idealist oder Träumer, einer der sagt man müsse warten bis Gott letztlich eingreift. Ryles große Stärke ist es, dass er geistliche Dinge immer auch ganz praktisch anwendet und sich dessen bewusst ist, wie „schwer“ ein Weg in Heiligkeit ist. Er appelliert eindringlich dafür unsere Errettung und Rechtfertigung durch Taten die der Heiligkeit würdig sind, zu beweisen. Und so sind seine ermahnenden Worte, sehr ernst für mich:
„Doch bei aller Nachsicht kann ich nicht erkennen, wie es ein Mensch verdienen soll, „heilig“ genannt zu werden, der vorsätzlich in Sünde lebt und sich nicht deshalb demütigt und schämt. Ich wage nicht, jemanden „heilig“ zu nennen, der es sich zur Angewohnheit macht, erkannte Pflichten willentlich zu vernachlässigen, und willentlich Dinge tut, von denen er weiß, dass Gott geboten hat, sie nicht zu tun.“ (S. 88)
Im zweiten Abschnitt, geht Ryle auf „Die Wichtigkeit der praktischen Heiligkeit“ ein. Auch hier geht er sehr systematisch und geordnet vor und teilt uns acht Punkte mit, die uns die Wichtigkeit dieses Themas klarmachen wollen. Der dritte Punkt, ist für mich besonders eindrucksvoll:
„Wir müssen heilig sein, weil das der einzige zuverlässige Beweis dafür ist, dass wir den rettenden Glauben an unseren Herrn Jesus Christus haben. ... Der einzig sichere Beweis, dass wir in Christus sind und Christus in uns, ist ein heiliges Leben. ... Unsere Herzen müssen kalt sein, wenn wir die Sünde nicht hassen und uns bemühen, sie loszuwerden, selbst wenn wir dafür die rechte Hand abhauen und unser rechtes Auge ausreißen müssten.“ (S. 90.91)
Wie ernst und wichtig ist es, im täglichen Leben heilig zu sein. Ryle lässt keine Gelegenheit aus, dass fehlende, praktisch ausgelebte Heiligkeit bei Christen, einen großen Schaden anrichten,
„Ich glaube, dass durch unheilige und unbeständige Christen weitaus mehr Schaden entsteht, als wir überhaupt wahrnehmen können. Solche Menschen gehören zu den besten Verbündeten Satans. Durch ihr Leben reißen sie nieder, was die Verkündiger mit ihren Lippen aufbauen. Sie sorgen dafür, dass sich die Wagenräder des Evangeliums schwerer drehen. Sie liefern den Kindern dieser Welt nie endende Entschuldigungen dafür, dass sie so bleiben, wie sie sind.“ (S. 92)
Dieser zweite Abschnitt ist insgesamt ein sehr wichtiger, aufschlussreicher und notweniger im Anbetracht der praktischen Heiligkeit. Wie gewohnt wendet sich Ryle zum Ende eines Kapitels zur praktischen Anwendung der biblischen Lehre. So auch hier.
„Ich frage nicht, ob Sie ihre Gemeinde regelmäßig besuchen, ob Sie getauft sind, am Abendmahl teilnehmen oder ob Sie sich als Christ bezeichnen. Meine Frage geht weiter darüber hinaus: Sind Sie heilig, oder sind Sie es nicht?
Ich frage nicht, ob Sie gern aus dem Leben heiliger Menschen lesen und über Heiliges reden, ob Sie fromme Bücher auf dem Tisch liegen haben, ob Sie glauben, heilig zu sein, und ob Sie hoffen, eines Tages heilig zu sein. Meine Frage geht tiefer: Sind Sie selbst genau am heutigen Tag heilig, oder sind Sie es nicht?“ (S. 95)
„Erzählen Sie mir nichts von Ihrer Rechtfertigung, wenn Sie nicht auch einige Merkmale der Heiligung aufweisen.“ (S. 98)
„Glaube und Tun sind Blutsbrüder.“ (Zitat von Rutherford; S. 98)
Zum Ende dieses eindringlichen Abschnitts und Kapitels macht uns der Bischof von Liverpool darauf aufmerksam, dass wir uns nicht mit unserer Unfähigkeit entschuldigen sollten und uns nicht in falscher Demut hingeben dürfen.
„...Leute..., deren ganzer Glaube darin zu bestehen scheint, sich über ihr eigene Verdorbenheit zu beklagen und jedem zu sagen, sie könnten nichts aus sich selbst heraus tun. ... Ich weiß, es gibt Stellen in der Schrift, die zu solchen Klagen berechtigen. Aber ich mag solche Klagen übehaupt nicht, wenn ich Grund zur Annahme habe – wie es oft der Fall ist -, dass sie nur ein Deckmantel sind, um geistliche Faulheit zuzudecken, und eine Entschuldigung für geistliche Faulheit“ (S. 98.99)
FAZIT
Dieses Kapitel hat mich zutiefst angesprochen und mich auf meine fehlende praktische Heiligkeit mit all Ihrem Ernst und Konsequenzen hingewiesen. Wie ernst ist es doch in Heiligkeit zu leben. Ohne Sie werden wir Christus nicht schauen. Das Kapitel hat mich auch gelehrt, dass wir viel zu schnell von wahrem Glauben und Rechtfertigung reden, ohne jemals auf die Heiligkeit zu schauen. Ryle macht zu recht klar, dass eine scheinbare Heiligkeit, dargebracht im Gottesdienst und „heilige Reden“ niemals echten Glauben charakterisieren. Welch ernstes Kapitel von ungeheurer Wichtigkeit. Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass jeder Christ dieses Kapitel mindestens einmal gelesen haben sollte.
NÄCHSTE WOCHE
Bitte nimm dir für nächste Woche Kapitel 4: Der Kampf (S. 103-123) vor.
DEIN PART
Das Ziel der Serie "Gemeinsam Lesen" ist, bibeltreue Literatur gemeinsam zu lesen und zu besprechen. Wenn du mitlesen möchtest, kannst du dies gerne tuen und dabei deine Meinung und/oder Fragen loswerden. Fühl dich also frei, den Kommentarbereich zu gebrauchen. Vielen Dank fürs mitmachen. Möge der Herr dadurch verherrlicht werden.
DAS BUCH
Infos zum Buch der aktuellen Serie und eine Möglichkeit es zu erwerben findest du hier.
ARTIKEL AUS DER SERIE
Gemeinsam Lesen: Seid heilig (III)
So
25
Jul
2010
Wie bereitet John Piper eine Predigt vor?
In diesem kurzen Video aus einer der "Ask Pastor John" Sessions, beantwort John Piper wie er seine Predigten in der Regel vorbereitet. Interessant zu erfahren...
Sa
24
Jul
2010
Christen in der Türkei
In diesem Video aus einer Sendung des ERF, kann man erahnen wie es Christen in der Türkei geht. Es ist erschreckend, dass Muslime alle Rechte hier in Deutschland einfordern, die Türkei den EU-Beitritt fordern und dabei nicht mal die "Grundlagen" des Abendlandes, in Form eines gelebten Glaubens an Christus, akzeptieren.
Auf der anderen Seite, sollten wir aber bedenken dass wir unseren Nächsten lieben sollen wie uns selbst, egal ob er Moslem, Buddhist oder Atheist ist. Erschreckend ist diese Dreistigkeit trotzdem.
Fr
23
Jul
2010
Christus im Alten Testament
Dieser Predigtband des bekannten Fürsten aller Prediger, C.H. Spurgeon, erschien bereits 1997 bei der CLV. Wie uns der Titel bereits in aller Einfachheit klar macht, handelt es sich hier um Predigten von Jesus Christus, jedoch im Kontext des alten Testaments. Ähnlich wie bei der „kleinen Spurgeon-Bibliothek“ des 3L Verlages, handelt es sich um Predigten aus der ganzen Schaffenszeit Spurgeons. Hier können wir im Kopf den jungen als auch den alten Spurgeon hören. Wie ich bereits in den anderen Rezensionen zu Spurgeons Predigten schrieb, ist es erstaunlich wie wenig sich sein Stil und seine Inhalte über diese ganze Schaffenszeit verändert hat. Er blieb fest und treu, an dem Glauben den er zur Zeit seiner Bekehrung erfuhr. Und so kommt immer wieder seine Überzeugung von der freien Gnade und der Bewahrung aller Heiligen zum Vorschein.
Eine weitere erstaunliche Eigenschaft Spurgeons, ist es viele (scheinbar) schwierige „Pole“ in einer Predigt zu vereinen. Er war immer evangelistisch und trotzdem den Calvinismus betonend. Er predigte das Alte Testament und zugleich das Evangelium. Er predigte Moses und zugleich Jesus Christus den gekreuzigten. Und bei alle dem predigte er sich niemals selbst. Das sind alles Attribute und Eigenschaften die heute bei kaum einem Verkünder festgestellt werden können. Aus diesem Grunde sollte, zumindest jeder der am Wort dient, sich mindestens einen Predigtband Spurgeons besorgen. Allerdings gibt es keinen repräsentativen Band. Warum nicht mit diesem Band anfangen?
Der allerseits bekannte Wilhelm Busch sagte über Spurgeons Predigten über das Alte Tesatment folgendes:
„In jener Nacht fing ich an zu lesen. Und dabei ging mir eine neue Welt auf: So konnte man predigen! So unkompliziert! So direkt auf das Gewissen zielend! So drastisch und anschaulich! Und so konnte man das Alte Testament lesen!“
Dieses Buch enthält 14 Predigten. Geht man die Predigttexte bzw. die Predigtgrundlage durch, wundert man sich wie es möglich ist, aus diesen Bibeltexten Christus zu predigen, ein wahres Kunststück. Einige Titel sind eindeutig, da gibt es Predigten wie „Das Sündopfer“ oder „Jesu Fürbitte für Verbrecher“. Doch wer erwartet das Evangelium aus Predigten die mit „Die Asche von der jungen Kuh“, „Schmach und Speichel“ oder „Davids Raub“ überschrieben sind?
Ist überhaupt ein Kritikpunkt anzubringen, dann sicherlich hier. Da Spurgeons Predigten allesamt im 19ten Jahrhundert gehalten und abgefasst wurden und nur sehr geringfügig an die heutige Zeit angepasst wurde, kann das lesen manchmal etwas anstrengend werden. Doch, und das sage ich ganz aufrichtig, es lohnt sich den Weg durch dieses Buch zu bahnen. Immer wieder versteht es Spurgeon, Wahrheiten, ganz einfach auszudrücken und dabei ganz praktisch zu werden. Hier ein paar exemplarische Aussprüche Spurgeons.
„so lasst uns ohne Wanken unser Vertrauen auf ihn setzen und dadurch beweisen, dass wir unsere Gebete im völligen Glauben an die Verheißung unseres Gottes darbringen.“
„Gebet ohne Arbeit ist Falschheit und kann Gott nicht wohlgefallen“
„Freunde, lasst den Hochmut fahren und lasst uns zur größten Ehre gereichen wenn es uns gestattet ist, so tief hinunterzusteigen, wie wir nur können.“
FAZIT
Ich möchte mich an dieser Stelle Wilhelm Buschs Worten anschließen die im Vorwort dieses Bandes wiedergegeben sind:
„Heute stehen sämtliche erreichbaren Bände Spurgeons in meinem Bücherschrank. Und sein Bild hängt an der Wand. Noch einmal sehe ich dieses Bild an. Seltsamer Mann! Umkämpft! Verspottet! Geliebt! ... Ja, er hat eine Segensspur hinterlassen. Und zu denen, die durch Spurgeon gesegnet wurden, gehöre auch ich.“
Wie könnte ich anders, als dieses Buch zu empfehlen?
+++++++
Do
22
Jul
2010
Sebastian Heck mit neuem Blog
Der Gemeindegründer und reformierte Theologe Sebastian Heck, dürfte uns allen auch als Blogger von Lebensquellen.de in Erinnerung geblieben sein. Jetzt hat er die SERK gegründet und ist bekanntlich auch Pastor der SERK Heidelberg. Auf deren Seite ist ab sofort wieder ein Blog von Heck enthalten. Vom Stil und Inhalt ist er ganz ähnlich wie schon Lebensquellen.de.
Mi
21
Jul
2010
Sind christliche Blogs wirklich nötig?
Warum christliche Blogs? Brauchen Christen, das Internet, die Welt wirklich christliche Blogs und Blogger? Ich möchte hier keinen ausführlichen Artikel dazu schreiben (zu einem späteren Zeitpunkt, mit Sicherheit), nur einen kleinen Gedankenanstoss. Es ist Fakt, dass durch das Internet, die Sünde in jedem Haushalt mehr den je Eingang findet (z.B. Pornos) und durch die schier unendlich großen Datenmengen, verbringen (und verschwenden) Menschen Ihre Zeit oft mit unnützen Dingen. Sie werden abgelenkt, manchmal sogar süchtig. Twitter, Facebook, Youtube etc. macht es dem Menschen leicht, sich im Internet zu verzetteln. Ich bin davon überzeugt, dass uns das Internet, trotz aller Vorteile, mindestens genauso viele Nachteile bringt. Sollten wir als Christen in diesem Medium tätig werden? Unbedingt! Es ist nun mal die heutige "Realität", als solches ist es unser Missionsfeld. Darüberhinaus können wir Wahrheiten (besonders das Evangelium) so leicht kommunizieren wie nie zuvor. Wir wären dumm es nicht zu nutzen. Allerdings dürfen wir uns nicht "verzetteln", uns nicht beherrschen lassen. Das kann nämlich auch ganz leicht durch christliche Medien im Internet geschehen. Hier ein Video, da ein Artikel, dort eine neue Anfrage. Ach ja, die neue Konferenz im nächsten Monat, oh ein cooler Link zu Pipers neuer Predigt! So geht das dann manchmal. Das Internet kann uns ganz leicht die Prioritäten im Reiche Gottes, vergessen lassen. Irgendwann werde ich mal einen ausführlichen Artikel darüber schreiben, bis hier hin sage ich: Christliche Blogs und Blogger sind nötig. Er unterscheidet sich vom "normalen" Blogger dadurch, dass er die beste Botschaft (das Evangelium) kommuniziert (auch verteidigt) und sich nicht von den Medien beherrschen lässt, sondern über die Sünde herrscht. Nur so kann er ein Zeugnis auf seinem Blog, facebook, twitter, youtube...in der neuen "Welt" sein.
Di
20
Jul
2010
Resolved Conference 2010 - Q&A Session
Auf der diesjährigen Jugendkonferenz der Grace Community Church (John MacArthur), Resolved fand unter anderem eine interssante Q&A Session (Fragen & Antworten) mit Leuten statt, von denen wir viel lernen können. Unter Ihnen Männer Gottes wie, John MacArthur, Al Mohler oder C.J. Mahaney. Unter anderem hören wir Glaubenszeugnisse dieser interssanten Persönlichkeiten, deren Ziel darin besteht, Gott durch Ihren Dienst zu verherrlichen. Das Video dauert ca. 1 Stunde. Also nur schauen, wenn Ihr die Zeit dafür habt..;-)
Mo
19
Jul
2010
Gemeinsam Lesen: Seid heilig! (III)
KAPITEL 2: HEILIGUNG (S. 57-80)
Es kann wohl ohne Zweifel behauptet werden, dass dieses zweite Kapitel, wohl eines der zentralen und wichtigsten dieses Buches ist. Allein in diesem Abschnitt dieses Klassikers können mit Sicherheit mehr Wahrheiten, Anwendungen und feste Aussagen über die biblische Heiligung gefunden werden, als in jedem modernen Werk über dieses Thema.
ZUSAMMENFASSUNG
Es ist wohl eine traurige Wahrheit, die Ryle in seinen einleitenden Gedanken zu diesem Kapitel formuliert:
„Wenn der Leser dieser Seiten unglücklicherweise einer derjenigen Menschen ist, die sich um nichts anderes kümmern und sich zu keinem Glauben bekennen, dann kann ich nicht erwarten, dass er viel Interesse an dem hat, was ich schreibe.“ (S. 58)
Und so hoffe ich, dass wir nicht zu den gehören, die keinen festen Glaubensgrund unter den Füßen haben und auch nicht zu denen die,
„das Thema der Heiligung...einfach nicht mögen“ (S. 57)
Denn eins ist klar, wir MÜSSEN die Heiligung verstehen, sie anwenden und an Ihr festhalten, bis zu unserem letzten Atemzug, denn ohne Sie werden wir das Himmelreich niemals erlangen.
„Wenn die Bibel wahr ist, dann ist gewiss, dass wir nicht gerettet werden, wenn wir nicht „geheiligt“ sind.“ (S. 57)
J.C. Ryle ist ein Freund klarer Ansagen und einer leicht zu folgenden Aneinanderreihung definitiver Wahrheiten und so beschreibt er in seinem Abschnitt „Das Wesen der Heiligung“ 12 Punkte. Ryle macht die biblische Tatsache unmissverständlich klar, dass Heiligung unbedingt eine Folge von echtem Glauben ist.
„Ein Glaube der den Ckarakter nicht heiligt, ist nicht besser als der Glaube der Teufel. Es ist ein toter Glaube, weil er allein bleibt. Er ist nicht Gottes Gabe. Er ist nicht der Glaube der auserwählten Gottes. Kurz, wo es keine Heiligung des Lebens gibt, da ist kein echter Glaube an Christus.“ (S. 60)
Was für eine harte Aussage, aber Sie kann anhand der Bibel nicht einen Millimeter bezweifelt werden. Dieser Punkt, macht einem bewusst, an welch niedrigen Standard wir Christen uns gewöhnt haben, dabei sagt uns die Schrift ganz klar, wo wir dran sind. Oh, wie muss ich mein Leben im Lichte solcher Aussagen wohl betrachten?
Der Autor geht noch weiter,
„Heiligung ist eine untrennbare Konsequenz der Wiedergeburt. ...Wo es keine Heiligung gibt, gibt es auch keine Wiedergeburt; und bei wem kein geheiligtes Leben sichtbar ist, der ist auch nicht von neuem geboren“ (S. 60)
Ist das nicht Grund genug, sein „Christsein“ vor dem Lichte der Schrift, mal näher zu betrachten?
„Der bloße Gedanke, dass ein Mensch „geheiligt“ sein könnte, während man in seinem Leben keinerlei Heiligkeit entdecken kann, ist schlichter Unsinn und ein Missbrauch des Wortes. ...Ein „Heiliger“, bei dem nichts als Sünde und Liebe zur Welt zu sehen ist, ist eine Art Missgeburt, die es in der Bibel nicht gibt“ (S. 62)
Ryle stellt gleichzeitig klar, dass jedes Kind Gottes für seine Heiligkeit selbst Verantwortlich ist. Auch hier muss klargestellt werden, dass unsere Verantwortlichkeit, durch die absolute Souveränität Gottes nicht aufgehoben ist, das ist klar:
„Weil viele Gläubige dies vergessen, „kränken“ sie den Heiligen Geist und werden so zu unbrauchbaren und unbequemen Christen.“ (S. 63)
Heiligung ist auch ein Prozess, wir können nicht anders, als dem alten Bischof von Liverpool zustimmen, wenn er klarstellt,
„(Sie werden)...mehr sehen, mehr erkennen, mehr fühlen, mehr tun, mehr bereuen und mehr glauben, während sie in ihrem geistlichen Leben vorwärts gehen – und anteilig daran, wie eng sie mit Gott wandeln.“ (S. 63)
Dass ein Christ ohne folgende Hilfsmittel niemals in der Heiligung zunehmen kann, sollte uns ebenfalls klar sein. Allerdings gibt es heute so viele Gefühlschristen, die nach Ihrer eigenen Überzeugungen und Maßstäben Ihr Christsein leben, dass die wiederum nochmals nachdrücklich betont werden muss,
„...so kann ein Glaubender nicht erwarten, zu großer Heiligkeit zu gelangen, wenn er nicht gewissenhaft seine Bibel liest, betet und die Sonntage heiligt.“ (S. 64)
Heiligung zu leben und im eigenen Leben voranzutreiben heißt keinesfalls, gar nicht mehr in geistige Kämpfe „verwickelt“ zu sein, ganz im Gegenteil:
„(Ich werde)...niemals zögern, allen zu sagen, dass der innere Konflikt keinesfalls ein Beweis dafür ist, dass ein Mensch nicht heilig ist, und dass niemand denken muss, er sei nicht geheiligt, weil er sich nicht völlig frei von inneren Kämpfen fühlt.“ (S. 65)
Des weiteren führt Ryle einige wichtige Punkte auf, die ich aber, um den Artikel nicht zu lang zu machen, an dieser Stelle nicht erwähnen werden.
Im zweiten Abschnitt „Der sichtbare Beweis der Heiligung“, stellt der Autor 10 Thesen auf, welche gewissermassen als Skala für die Echtheit unserer Heiligung dienen können. Hier, die wichtigsten Aussagen diese Abschnittes, sie sind so klar und eindeutig, dass Sie meiner Meinung nach, keiner weiteren Erläuterung bedürfen.
„Wahre Heiligung besteht nicht aus dem Reden über Frömmigkeit. ...Gott möchte nicht, dass seine Leute bloß leere Gefäße sind, die sich nach bronzenen klingenden Zimbeln anhören.“ (S. 68)
„Wahre Heiligung besteht nicht aus vorübergehenden religiösen Gefühlen. ...Besser tausendmal langsamer beginnen, ohne die Kosten zu überschlagen und nach und nach mit Lots Frau zurückzublicken und in die Welt zurückzukehren.“ (S. 69)
„Echte Heiligung zeigt sich in dem gewohnheitsmäßigen Bemühen, den Willen Christi zu tun, und nach seinen praktischen Anweisungen zu leben.“ (S. 70)
„Echte Heiligung (zeigt sich) in der willigen Beachtung der passiven Tugenden des christlichen Glaubens. ...Die passiven Tugenden (z.B. Geduld, Freundlichkeit, Güte) sind ohne Zweifel schwieriger zu erlangen als die aktiven, aber dies sind genau die Tugenden, die den größten Einfluss auf die Welt ausüben.“ (S. 74)
Im dritten Abschnitt dieses wichtigen Kapitels, macht Ryle nochmals (glas)klar, worin die Unterschiede zwischen Rechtfertigung und Heiligung bestehen und was diese Lehren gemeinsam haben. Einen bedeutenden Unterschied erwähnt der Autor in seinem vierten Punkt dieser Auflistung,
„Die Rechtfertigung ist ein fertiges und abgeschlossenes Werk, und in dem Augenblick, in dem ein Mensch zum Glauben kommt, ist er vollkommen gerechtfertigt. Die Heiligung ist ein vergleichsweise unvollständiges Werk, das niemals vollkommen sein wird, bis wir im Himmel sind.“ (S. 76)
In seinen abschließenden Überlegungen, geht J.C. Ryle ebenfalls sehr strukturiert vor und schlägt sechs Instruktionen bezüglich der praktisch gelebten Heiligung vor. Der letzte ist ebenso interessant wie wahr, dort schreibt er unter anderem,
„Das ist der einzige Weg, um richtig glücklich zu sein. ...Heiligkeit ist Glück, egal, was andere sagen, und dass der Mensch, der am sorgenfreisten durchs Leben geht, der geheiligte Mensch ist. ... „Aber die Gottlosen, spricht der Herr, haben keinen Frieden“ (Spr 3,17; Ps 119,165; Mt 11,30; Jes 48,22)“ (S. 78-79)
FAZIT
Dieses Kapitel stellt die Heiligung praktisch, biblisch, klar, eindeutig, unmissverständlich, durchdringend und eindringlich dar. Es ermutigt, sich selbst zu prüfen und zeigt gelichzeitig den erschreckend niedriegen Standard der „Christen“ heutzutage. Solche grundlegenden Lehren müssen wieder in den Köpfen der Christen platz finden und ausgelebt werden um den Namen Jesu keine Unehre zu machen.
NÄCHSTE WOCHE
Bitte nimm dir für nächste Woche Kapitel 3: Heiligkeit (S. 81-102) vor.
DEIN PART
Das Ziel der Serie "Gemeinsam Lesen" ist, bibeltreue Literatur gemeinsam zu lesen und zu besprechen. Wenn du mitlesen möchtest, kannst du dies gerne tuen und dabei deine Meinung und/oder Fragen loswerden. Fühl dich also frei, den Kommentarbereich zu gebrauchen. Vielen Dank fürs mitmachen. Möge der Herr dadurch verherrlicht werden.
DAS BUCH
Infos zum Buch der aktuellen Serie und eine Möglichkeit es zu erwerben findest du hier.
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